100 Prozent Memmingen

Gibt es ein „Industriegebiet West“ in Memmingen?

Antwort: Ja, es wurde als solches nur bislang nicht wahrgenommen und ausgeschildert. Dies hat sich seit dem 18. Mai 2017 geändert. Seitdem weisen Hinweiszeichen mit dem Symbol für ein Industriegebiet und der Beschriftung „WEST“ und der Firmenbezeichnung „WASSERMANN“ an der Bodenseestraße und der Hühnerbergstraße auf diesen bislang sicherlich nicht gerade geförderten Wirtschaftsstandort hin.

Vorausgegangen war ein Gespräch der beiden Stadträte Helmuth Barth und Heribert Guschewski mit der Geschäftsleitung der Firma Wassermann. Immer wieder war festzustellen, dass nicht ortskundige Verkehrsteilnehmer die Einfahrt in die Hühnerbergstraße verpassten und in Hart mit ihren Fahrzeugen wendeten. Auf Anregung der beiden genannten Stadträte erfolgte am 4. Februar 2016 ein Ortstermin mit der Geschäftsleitung der Firma Möbel Wassermann, Vertretern der Polizeiinspektion Memmingen sowie der zuständigen Straßenverkehrsbehörde der Stadt Memmingen. Die nun erfolgte Umsetzung des damaligen Besprechungsergebnisses ist insbesondere vor der möglichen Ansiedlung von IKEA besonders zu begrüßen.

Heribert Guschewski, Stadtrat

Helmuth Barth, Stadtrat

Straßenausbauten

"Hinter dem Ammann" in HartIn den nächsten Jahren müssen sämtliche Straßen, welche noch nicht den Endausbau haben, fertiggestellt werden. Durch Gesetzeslage hat dies bis spätestens 2021 zu erfolgen. Die Anwohner haben in der Regel für diesen Endausbau 90% der Kosten zu tragen.

Derzeit läuft hier vieles nicht so, wie es laufen müsste. Derzeit ist es so, dass das Bauamt Pläne Ausfertigt und diese fertigen Pläne in der Folge den Anliegern in einem Informationsgespräch vorstellt. Änderungswünsche der bezahlenden Anlieger werden hierbei seitens der Verwaltung nur sehr schwerlich umgesetzt, zum Teil sogar ignoriert. Dies muss in der Zukunft geändert werden. Der CRB wünscht sich in der Zukunft, dass vor der Planerstellung die Wünsche der zahlenden Anlieger eingeholt werden. Erst nach einem solchen Anliegergespräch sollten die Pläne erstellt werden und wieder mit den zahlenden Anliegern besprochen werden. Erst wenn für alle Seiten eine zufriedenstellende Lösung gefunden wurde, sollten diese zur Abstimmung dem zweiten Senat vorgelegt werden. Es ist uns natürlich bewusst, dass niemals eine 100%ige Einigung zwischen Ausbau und Anlieger erzielt werden kann. Eine möglichst große Schnittmenge jedoch sollte das Ziel der von uns gewünschten Vorgehensweise sein.

Thomas Mirtsch, Stadtrat

IKEA-Gespräch

Als erste Stadtratsfraktion Memmingens hatte der CRB eine Besprechung mit den Verantwortlichen des Memminger IKEA-Projekts. Hierbei nahmen nicht nur die Stadträte, sondern auch der Beirat des CRBs teil.  Dem CRB konnte bei dieser Besprechung seine Vorstellungen und Ideen einbringen. Neben der verkehrlichen Situation ging es ebenso um das Warenangebot sowie den Lärmschutz des angrenzenden Wohngebiets.

Zur Situation um die Anfahrt mit dem PKW machte die CRB-Stadtratsfraktion deutlich, dass auch die angrenzenden Straßen mit einbezogen werden sollten. Der Fahrradweg gehörte ebenso zur Fragestellung wie die Erreichbarkeit für Fußgänger aus dem Memminger Westen. Hierbei wurde eine Querungshilfe in Höhe des heutigen Gehwegs angedacht. Für den Fahrradverkehr aus dem Westen wurde auch eine Verlängerung der Unterführung beim Kreisverkehr angeregt.

Als Warensortiment wurde vom CRB ein größerer als der bisher angedachte Baumarkt mit 6000 qm Verkaufsfläche gefordert. Hierbei konnten die Verantwortlichen von IKEA bereits eine erste Stellungnahme abgeben, dass es vermutlich ein fast doppelt so großer Baumarkt werden könnte. Hierdurch müssten dann natürlich bei anderen Sortimenten die Fläche verkleinert werden, da die maximale Obergrenze von etwa 56.000 qm Verkaufsfläche nicht abgewichen werden darf. Ein Sortiment, welchem dem in der Altstadt ähnelt sah der CRB kritisch.

Die CRB-Stadträte machten klar, dass der Lärmschutz zur angrenzenden Wohnbebauung gegeben sein muss. Wenn möglich sollte hierbei sogar eine Verbesserung durch die erhöhte Lärmbelästigung mit der Buxheimer Straße erreicht werden. Auf keinen Fall dürften an die Fassade so gestaltet werden, dass Schall reflektiert wird. Die Fassade der Fachmärkte müssen dahingehend gestaltet werden, dass jeglicher Lärm absorbiert wird.

„Stadtrat stimmt für Sperrung auf Probe“ MZ v. 20.05.2017)

Über den Weinmarkt soll künftig am Wochenende zeitweise kein Verkehr mehr rollen

In seiner Sitzung am 18. Mai 2017 stand das langerwartete Thema „Weinmarkt“ auf der Tagesordnung. Die Stadträte hatten in ihren Beschlussvorlagen zwei Varianten zur Wahl:

Alternative 1: Einbahnstraßenregelung in Fahrtrichtung Ost-West für den Bereich ab Höhe Manghausplatz bis Eichbrücke. Linienbusse und Fahrradfahrer werden in beide Richtungen zugelassen. Der Antrag erfolgte durch den CRB.

Alternative 2: Wochenendsperrung für den motorisierten Verkehr, ausgenommen Linienverkehr, wie bereits jetzt in der Kalchstraße, ab Samstag 14.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen.

Nach einer kontroversen Diskussion entschied sich das Gremium mehrheitlich mit 29:6 Stimmen gegen den Vorschlag des CRB und für die Variante der Stadtverwaltung. Aus der Sicht der CRB-Fraktion sicherlich die falsche Entscheidung.

Wie grotesk diese Entscheidung ist zeigt folgende Berechnung:

Derzeit wird der Weinmarkt täglich von etwa 6.000 Kraftfahrzeugen aller Art, vom Bus über Kombi zum Pkw frequentiert. Dies bedeutet einen wöchentlichen Durchlauf von sage und schreibe 42.000 Fahrzeugen. Bei einer Fahrzeuglänge von ca. 5 m ergibt sich rechnerisch, dass sich eine Fahrzeugschlange von 210.000 m -sprich 210 km- Stoßstange an Stoßstange wöchentlich über den Memminger Weinmarkt bewegt. Dies ist fast einmal München und zurück!

Leider hat sich der Stadtrat mehrheitlich für die Variante 2 entschieden. Die Möglichkeit, nicht weniger als 20.000 Fahrzeuge pro Woche aus der zentralen Innenstadt zu verbannen wurde nicht in Erwägung gezogen. Interessant wäre sicherlich auch gewesen, beide Varianten jeweils für einen Probelauf von je zwei Monaten zu testen und danach die vorliegenden Erkenntnisse zu erörtern. Stattdessen wurde die Wochenendlösung vorgezogen. Dies bedeutet, dass sich im Verlauf der gesamten Woche nichts, aber auch gar nichts ändern wird. Die Fahrzeuge stauen sich weiter bei Gegenverkehr auf und die berüchtigten Falschparker haben nach wie vor an der Südseite des Weinmarktes ihre Gelegenheiten, „Schnelleinkäufe zu tätigen“. Zudem gehen der Gastronomie an Weinmarkt an Wochenenden ihre teuer bezahlten Parkplätze verloren. Was für eine versäumte Gelegenheit!

21.05.2017 - Heribert Guschewski, Stadtrat

 

Findlinge am Straßenrand

Sie sind am Wegesrand zu finden, jedoch auch bei Ein- und Ausfahrten. Findlinge bzw. größere Steinbrocken sollen den Straßenrand sichern und somit das städtische Eigentum vor Beschädigungen schützen, was auch wichtig und richtig ist. Jedoch stellt sich an vielen Stellen die Frage, ob der Einsatz solcher Findlinge wirklich sinnvoll ist oder ob nicht auf andere Sicherungsmaßnahmen zurückgegriffen werden müsste. 

Nach Einschätzungen des Stadtrates Thomas Mirtsch sollten vermehrt anstatt Findlingen Pfosten verwandt werden. Wenn man auf Findlinge zurückgreifen möchte, was zum Teil aufgrund der Optik sinnvoll wäre, sollten diese eine Höhe von mindestens 50-60 cm haben, damit diese auch gut sichtbar sind. Gerade im Herbst bei tiefstehender Sonne oder im Winter bei liegendem Schnee können diese Steinbrocken übersehen werden und führen so oft zu nicht unerheblichen Schäden am KFZ. 

Ein Beispiel findet sich an der Feuerwehrzufahrt Waldbottweg/Buxheimer Straße, an welcher Stadtrat Mirtsch wohnt. Hier ist häufig ein Überfahren des vorhandenen Findlings zu beobachten, weshalb Stadtrat Mirtsch sich bereits seit September 2014 an das Bauamt wandte, mit der Bitte, den Straßenstreifen wegen entstandener Schäden mit Begrenzungen zu versehen. Dies wurde im September 2014 auch prompt durch Findlinge erledigt. In der Folge übersahen jedoch viele KFZ die ausgelegten Findlinge, weshalb Stadtrat Mirtsch bereits einen Monat später um Pfosten als Begrenzung beim Bauamt warb. Hier wurde er vom zuständigen Mitarbeiter immer wieder vertröstet. 

Am 7. November 2015 wurde Stadtrat Mirtsch nun Zeuge eines neuerlichen überfahrens und daraufhin sich anschließenden Aufbockens eines weiteren KFZ, weshalb dieser bereits am 12. November 2015 bei Oberbürgermeister Holzinger direkt um Entfernung der Findlinge und Einschlagen von Pfosten zur Straßensicherung warb. Es darf gespannt gewartet werden, ob ein Umdenken der Stadtverwaltung hier stattfinden wird. 

Stadtrat und stellvertretender Vorsitzender CRB Thomas Mirtsch

Nachtrag

In der Zwischenzeit wurden nun die Findlinge an dieser Stelle durch Pfosten ersetzt. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an die verantwortlichen der Stadtverwaltung!